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Stand: 28.10.2003 |
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Verkehrslenkungkanonische Verkehrslenkung Direktweg Überlaufweg Regelweg Verkehrsführung Zielepalette Verkehrslenkungstabelle Die Verkehrslenkung lässt sich schematisieren und algorithmisieren. Im hierarchischen Netz steigt der Verkehr eines Verkehrselements von der Quelle höchstens bis in die Ebene auf, in der sich die VSt befindet, zu deren Bereich sowohl Quelle als auch Senke gehören, um danach wieder zur Senke abzusteigen. Dabei sind neben den auf- und absteigenden Wegen der Netzhierarchie ausdrücklich abkürzende Querwege vorgesehen bzw. zugelassen. Dies schließt auch den Fall ein, dass die Senke im Bereich der Quelle liegt, es gibt dann eben nur absteigende Wege. Jede VSt der höheren Netzebenen hat für aufsteigenden Verkehr Konzentrations- und für absteigenden Verkehr Expansionsfunktion. Grundsätzlich wird versucht, einem Verkehrselement (also dem in einer Ursprungs-VE einer VSt U anstehenden und für die Senke S bestimmten Verkehr) nacheinander verschiedene Wege anzubieten, auf denen der Verkehr ganz oder wenigstens teilweise zu einem geeigneten Ziel Z weiter transportiert werden kann. Der erste Weg ist der Direktweg (im allgemeinen ein Querweg) mit der Senke als Ziel. Fehlt ein Weg zum Ziel bzw. ist er nicht zulässig oder kann der anstehende Verkehr wegen zu geringer Bündelkapazität nicht vollständig transportiert werden, wird für den restlichen Verkehr ein Überlaufweg angeboten. Das Schema der Überlaufwege einer kanonischen Verkehrslenkung im hierarchischen Netz liegt der gesamten Verkehrslenkung zugrunde. Durch die explizite Verkehrslenkung wird der kanonischen Verkehrslenkung eine "Maske" aufgesetzt, die bestimmte Wege verbietet und die übrigen spezifiziert. Ziel des Überlaufweges der kanonischen Verkehrslenkung ist, wenn die als letztes betrachtete Ziel-VSt
Der letzte Weg, der angeboten werden kann, ist der Regelweg im hierarchischen Netz. Der Verkehr, der diesen Weg nehmen muss, ist verlustbehaftet. Nachstehende Skizze soll die eben geschilderte Wegeauswahl am Beispiel eines 3-Ebenen-Netzes illustrieren, der linke Teil den Fall der "aufsteigenden Verkehrsführung" und der rechte den, dass die Senke schon im Bereich der Ursprungs-VSt liegt ("absteigend").
Die relative netzhierarchische Einordnung einer Senke bzw. eines Ziels bezüglich des Ursprungs hat für die Beschreibung und Systematisierung der Verkehrslenkung eine zentrale Bedeutung. Deshalb werden für sie an dieser Stelle einige abkürzende Schreibweisen eingeführt. Unterscheidung der Ziel- bzw. Senkenbereiche bezüglich des Ursprungs:
Die Verkehrsführung umfasst zwei Komponenten, nämlich die Leitungsführung (Zielepalette je Ursprungs-VE) und darauf aufsetzend die Verkehrslenkung. Die Leitungsführung wird in einer Tabelle mit zwei Eingangsspalten dargestellt. Die Eingangsspalten beschreiben
Die weiteren Spalten unterscheiden die relative netzhierarchische Einordnung der Senke bezüglich des Ursprungs. Sonderfunktionen liegen in Ebene 0 und definieren deshalb keinen Bereich. Die Funktionen sind gemäß ihrer Ebene halbgeordnet. Die fünfstelligen Angaben in den Tabellenfeldern bedeuten:
Streichungen von Tabellenfeldern bedeuten:
Aus den Zielepaletten lässt sich die Verkehrslenkungstabelle (VL-Tabelle), ableiten, die mit dem oben beschriebenen Schema des Anbietens von Wegen korrespondiert. Für jeden nach diesem Schema anzubietenden Weg wird in einer entsprechenden Zeile festgelegt, ob eine und wenn ja, welche Leitungsart infrage kommt. Eine Zeile der Verkehrslenkungstabelle (VL-Zeile) sieht folgendermaßen aus:
In der ersten Spalte steht eine Ursprungsfunktion, je nach Art in folgenden Gestalten:
In der zweiten Spalte wird die Senke benannt. In der dritten Spalte ist die Ursprung-Senke- resp. Ursprung-Ziel-Beziehung durch ein entsprechendes Kürzel (UKno, UBer, Ueb1, ... , Fmax) eingetragen. Ab der vierten Spalte ist für das vorgenannte Ursprung-Senke-Paar die Verkehrslenkung angegeben. Jedes Feld enthält entweder einen Strich bzw. Doppelstrich (d.h. es ist keine entsprechende Leitungsart zugelassen) oder eine Leitungsart, bezeichnet durch ein Tripel mit Leitungsschlüsselzahl (LSZ), Bündelberechnungsverfahren (TAB) und Regel für Bündelteilung im Ziel (BtiZ). Die nicht gestrichenen Felder von links nach rechts gelesen geben den 1.Querweg, 2.Querweg, ... und den Letztweg an. Der letzte Eintrag muss eine Letztwegberechnung benennen. Die Angabe der Leitungsart [LSZ,TAB,BtiZ] kann auch ersetzt werden durch eine Bündelregel. Gibt es für eine bestimmte Ursprung-Senke-Beziehung keine Zeile oder in der gültigen Zeile der Verkehrslenkungstabelle keinen Letztwegeintrag, dann kann ggf. dort anstehender Verkehr nicht mehr in Richtung Senke weitertransportiert werden und verbleibt bei der Ursprungs-VE als "Parkverkehr". |
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